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Flickschupark

Historische Parkanlage als Tor zur Landschaft

Der Flickschupark ist eine historische Parkanlage mit direktem Anschluss an die Uferbereiche der Ihle. Sie stellt gewissermaßen das Tor zur Landschaft dar. Die Auenbereiche der Ihle erreichen hier den östlichen Altstadtrand und bilden den Startpunkt eines Weges aus der Stadt in die Landschaft.

Hier war nicht immer eine Parklandschaft. Alles begann mit einem Grundstück und 170.000 Mark. Diese beachtliche Summe sowie das Grundstück hatte Albertine Flickschu, Ehefrau des vermögenden Tuchfabrikanten und Kaufmanns August Flickschu, nach ihrem Tode der Stadt Burg vererbt. So kam der Flickschupark zu seinem Namen. Laut Testament sollte eine frei zugängliche Parkanlage mit Teich in zentraler Lage in der Stadt entstehen. Nur 25.000 Mark wurden für die Entwicklung einer Teichanlage benötigt.

Nach Plänen des in Burg geborenen Architekten Hans Schmidt wurde 1912 mit dem Bau des Parks in den Brehmer Wiesen an der Ihle begonnen. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch aufgrund des ersten Weltkriegs. Unter Einsatz von Kriegsgefangenen wurde der Park bis in die 1920er Jahre fertig gestellt. Auch der damalige Goethepark wurde aus dem Erbe der Albertine Flickschu finanziert.

Die damalige Vielseitigkeit ist noch heute Eigenschaft des landschaftlichen Parks. So bietet zum Beispiel die historische Platanenallee eine einmalige Kulisse. Die Teichanlage mit Promenade und Seeterrrasse lädt ebenso zum Verweilen ein.

Seit der Landesgartenschau 2018 sorgt der Bestand und die Weiterentwicklung der Park-Attraktivität für Freizeit und Erholung. Der landschaftliche Park wurde auf eine moderne Art neu inszeniert.

 

Spazieren Sie mit Ihren Augen durch die Gartenträume-Parks!

Durch das Projekt "Gartenträume 360 Grad" kann man fast alle der 50 Gartenträume-Parks Sachsen-Anhalts von zu Hause aus im Rundumblick genießen. In einigen Bildern gibt es die ein oder andere Überraschung. Tipp: Ton einschalten und neugierig sein! Das Projekt "Gartenträume 360 Grad" wurde durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.
Alle Panoramen hier: www.gartentraeume-sachsen-anhalt.de/360Grad.

MEHR INFORMATIONEN

Die Parks & Gärten (Goethepark, Weinberg, Ihlegärten und Flickschupark) sind täglich geöffnet (ausgenommen Veranstaltungen).

Öffnungszeiten:
April bis Oktober 06:30 Uhr bis 21:30 Uhr
November bis März 06:30 Uhr bis 19:00 Uhr

Eintritt frei.

ENGLISH

FLICKSCHUPARK
Historical park as a gateway to the landscape

The Flickschupark is a historic park with a direct connection to the banks of the river Ihle. It seems like a gateway to the surrounding countryside. Here the floodplain areas of the Ihle reach the eastern edge of the old town and form the starting point of a path out of the town into the countryside.
The development of the park was started with a plot of land and the substantial sum of 170,000 marks, bequeathed by Albertine Flickschu, wife of the wealthy cloth manufacturer and merchant August Flickschu, to the town of Burg after her death. This is how the Flickschu Park got its name. According to her will, a freely accessible park with a pond was to be created in a central location in the town.

According to plans by the Burg-born architect Hans Schmidt, the construction of the park began in 1912 in the Brehmer meadows on the Ihle river. However, the realization was delayed due to the First World War. With the labour of prisoners of war, the park was completed by the 1920s.

The versatility of that time is still a feature of the landscaped park today. The historic avenue of trees, for example, provides a unique backdrop. The pond area with promenade and lakeside terrace invites visitors to linger.

The landscaped park was presented in a contemporary design for the State Garden Show in 2018.

INFORMATION
Address: Zerbster Promenade, 39288 Burg
Opening hours: April-October 06:30-21:30, November-March 06:30-19:00
Admission: Free (except events)