Seitenanfang

Detershagen

Dorf inmitten des Naherholungsgebietes

Die ca. 580 Einwohner zählende Ortschaft Detershagen liegt etwa fünf Kilometer südlich der Stadt Burg in einem ausgedehnten Wald- und Wiesengebiet. Das gut ausgebaute Wander- und Radwegenetz (ca. 35 Kilometer) und das Naherholungsgebiet „Waldschule“ bieten vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Erholung. Die "Quickbornquelle" und der "Külzauer Forst" sind einige Beispiele hierfür. Mit Ausnahme des westlich gelegenen Külzauer Forstes wird Detershagen vom Feuchtgebiet des Beeke-Flusses umgeben.

Im Jahr 1286 wurde der Ort erstmalig als „Tetershagen“ urkundlich erwähnt. In der Folgezeit wechselte die Ortsbezeichnung über „Dytershagen“ (1301), „Dettershagen“ (1562) zur heutigen Schreibweise, die seit 1620 üblich ist. Die Endung „-hagen“ belegt, dass es sich um eine deutsche Ortsgründung handelt, die im Jerichower Land im 12. Jahrhundert begann. In unbestätigten Quellen ist die Rede davon, dass ein Siedler namens „Deter“ den Ort gründete und seine Hütte an der höchstgelegenen Stelle nebst Gehege als Schutz vor wilden Tieren errichtete. Land- und Forstwirtschaft blieben, wie schon im Mittelalter, die Struktur bestimmenden Faktoren.

Die evangelische Dorfkirche hat ihren Ursprung in der Zeit der Romanik. Der Feldsteinbau, mit dem 120 m² großen Kirchenschiff, beinhaltet unter anderem eine erhaltene romanische Altarplatte mit Weihekreuzen und eine Reliquiengruft. Die Westempore stammt aus der Zeit des Barock. Die Orgel wurde in ihrer Ursprungsform 1863 von dem Orgelbaumeister Adolf Reubke gebaut.

Nachdem Brandenburg sein Herrschaftsgebiet 1680 endgültig im östlichen Mittelelberaum gefestigt hatte, befand sich Detershagen im so genannten Jerichower Gesamtkreis. 1785 wurde dieser in zwei Distrikte aufgeteilt und Detershagen kam in den Distrikt II mit der Stadt Burg als Verwaltungszentrum. Nach der preußischen Verwaltungsreform (1815) wurde daraus der Landkreis Jerichow I. Von 1952 bis 1990 gehörte Detershagen zum Kreis Burg, danach zum Landkreis Jerichower Land. 2002 wurde der Ort in die Stadt Burg eingemeindet. Im Gemeindezentrum finden vielfältige Veranstaltungen statt