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Historischer Eiskeller

Ehemalige Pieschelsche Anstalt

Im Dienst der Menschen

Bereits 1263 stand hier das Hospital „Zum Heiligen Geist“, das nach der Reformation in „Sankt Johannes“ umbenannt wurde und sich vorrangig an alte Menschen ohne Angehörige richtete. Aufgrund weniger Patientenzahlen, wurde ein Teil des Hospitals von der katholischen Kirche genutzt. Seit dem Jahr 1831 ist die Pieschelsche Anstalt ein Waisenhaus, welches aus dem Stiftungsnachlass des Kaufmanns Carl August Gottfried Pieschel hervorgeht. Pieschel hatte in seinem Testament verfügt, dass die aufzunehmenden Kinder entweder aus seiner Vaterstadt Magdeburg oder aus der Umgebung gebürtig sein sollten. 1.660 Kinder zwischen 6 bis 14 Jahren wurden in den 92 Jahren des Bestehens im Handwerk, Land- und Gartenbau sowie in der Hauswirtschaft auf das Leben vorbereitet. Das Waisenhaus wurde bis 1923 betrieben und musste infolge der Inflation geschlossen werden. Nach zwischenzeitlichem Leerstand, aufgrund von finanzieller Unsicherheit, wurde das Gebäude zu DDR-Zeiten erneut als Schule genutzt. Ab 1996 stand es teilweise und ab 1998 dann vollständig leer. Seit 2006 befindet sich in dem denkmalgeschützten, klassizistischen Bau ein Seniorenheim, welches vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird.

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Adresse: Berliner Straße 42-45, 39288 Burg