Seitenanfang

Weinberg

Erlebnisreiche Geschichte des grünen Stadtbalkons

Hoch über der Stadt und unmittelbar an der Stadtmauer lädt der Weinberg als höchste Erhebung zum Blick über die Stadt Burg und die Ihle ein. Der 50 Meter hohe Berg gilt als einer der ältesten Plätze Burgs und liegt auf der Hangkante des Vorflämings. Überreste von alten Befestigungsanlagen geben Anhaltspunkte auf eine frühere slawische Burg auf dem Weinberg. Deshalb nennen viele Burger ihn auch „Burgberg“.

Fest steht, dass vor einigen Jahrhunderten ein Flussbett der Elbe nördlich am Weinberg vorbeifloss, was heute erkennbar am oberflächlichem Schwemmsand ist. Es wird sogar berichtet, dass schon Karl der Große im Jahr 805 auf der Elbe am Weinberg vorbeizog.

Nachweislich begann hier im 12. Jahrhundert der Weinanbau der Region. 1519 wurde der Weinberg erstmals urkundlich erwähnt. Reiche Ernten in den Folgejahren erforderten ein Presshaus, welches 1600 an Stelle des heutigen Wasserturms errichtet wurde.

Das nötige Wissen zum Weinanbau brachten die Hugenotten (französische Glaubensflüchtlinge) ab 1687 aus ihrer Heimat mit. Nach heftigen Frösten im Jahr 1723 wurde die gesamte Ernte vernichtet und es wurde immer weniger Wein angebaut.

Auf der Oberseite ist vor allem der 1902 errichtete Wasserturm ein Blickfang, der bis heute mit als Wahrzeichen der Stadt gilt. Unterhalb des Weinbergs stand bis 2002 das Gebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Samuel Aston. Hier wurde im Zuge der Industriellen Revolution 1836 Burgs erste Dampfmaschine errichtet. Heute dient der ehemalige Schornstein der Fabrik einem Storchenpaar als Heimat.

Zur Landesgartenschau 2018 werden 350 Weinreben die Geschichte des Weinbergs wiederbeleben. Obstbäume, fruchttragende Gehölze und vielfältige Staudenbeete mit Kräutern sowie eine Landschaft aus Kakteen und Sukkulenten werden den Berg umrahmen. Eine neue Uferpromenade lädt zukünftig zum Spaziergang an der Ihle ein.

MEHR INFORMATIONEN