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Hugenottenkabinett

Kabinett, Kirche und Nachkommen sind fest etabliert

Aufgrund der politischen Diskriminierung der Hugenotten in Frankreich emigrierten viele gläubige Franzosen. Ab 1689 trafen in der Stadt Burg die ersten Hugenottenfamilien ein. Bis 1704 vergrößerte sich die französische Gemeinde zunächst auf 53 Familien mit 172 Personen. Darunter befanden sich z.B. die Familien Delorme (1690) und Patté (1692). Die Nachkommen sind noch heute in Burg etabliert.

Das heutige Burger Hugenottenkabinett ist ein über 300 Jahre altes Fachwerkhaus. Lange Zeit diente es als Pfarr- und Pfarrwitwenhaus. 2005-2006 wurde es mit Hilfe kirchlicher und öffentliche Gelder, Spendenmittel und viel ehrenamtlichem Engagement saniert. Heute beherbergt es eine Pfarrdienstwohnung und Gemeinderäume. Das Hugenottenkabinett bildet das Herzstück dieses Gebäudes.

Hier haben Besucher die Möglichkeit, einen authentischen Einblick in die Geschichte der Hugenotten sowie deren einmalige Bedeutung für die Stadtentwicklung zu bekommen. Interessante Daten und Dokumente von Glaubensflüchtlingen können eingesehen werden. Zahlreiche Bücher, Bilder und Filme über das Leben und die Herkunft der Hugenotten sowie anderer Reformierter werden gezeigt.

Die Kirche Sankt Petri, ehemalige Kirche der Hugenotten und heute der älteste Sakralbau der Stadt, kann im Rahmen eines Besuches des Hugenottenkabinetts besichtigt werden. Führungen und Vorträge sind nach vorheriger Anmeldung möglich.

MEHR INFORMATIONEN

Adresse: Hugenottenkabinett Burg, Bruchstraße 24, 39288 Burg
Internet: www.hugenottenkabinett.de
Telefon: 03921 - 2293
Öffnungszeiten: Mittwochs 16:00-17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.